(i(J ©runblcgung jur ©ctapbbßf bei Sitten. 2 . 3Cbfcbn.
bcffelbcn jugleid; gefefsgebenb unb nur barum ihm untergeorbnetiß. 2lud; haben wir oben gezeigt, wie webet gurcht, noch Steigung,fonbetn lebiglid; ‘tfdßung fürs ®efe(j biejenige SSriebfcber fei, bie bet£anblung einen moralifcljen SEBertf) geben fann. Unfer eigener SBiUe,fofern er nur unter ber SBebingung einer burd; feine ©arimen mög:lieben allgemeinen ©efehgebung banbeltt würbe, biefer unS moglicbeSÜBitlc, in ber Sbee, iß ber eigentliche ©egenftanb ber Sichtung, unbbie SBürbe ber ©enßhheit befielt eben in biefer gäbigfeit, allgemeingefcfcgebenb, obgleich mit bem SSebtng, eben biefer ©efehgebung jrngleich felbß unterworfen ju fein.
£>ic Autonomie be$ SBiflenS,
als oberßeS fPrincip .bet ©ittl ich feit.
Autonomie beS ©illenS ijt bie üBefchaffenheit beS SBillenS, bn-burch berfetbc ihm felbft (unabhängig t>on aller SSefdEjaffenf;eit ber©egenßanbe beS SBollenS) ein ©efeh ijt. 2)aS $)rincip ber 2luto=nomie ift alfo: nicht anberS ju wählen, als fo, baß bie ©aßmenfeiner 2Bal)l in bemfelben ©ollen jugleidh als allgemeines @efe|mit begriffen feien. £)aß biefe praftißhe Kegel ein Smperatio fei,b. i. ber ©ille jebeS oernünftigen ©efenS an fte als SSebingungnothwenbig gebunben fei, fann burch blofe Serglieberung ber in il)m»orfemmenben begriffe nid;t bewtefen werben, weil eS ein fpnthetUfcfjer ©ah ift; man müßte über bie (Srfenntniß ber £)bjecte unb }ueiner Äritif beS ©ubjectS b. i. ber reinen praftifchen Vernunft bimauSgeben; benn oollig a priori muß biefer fpntbetifche ©afc, berapobiftifch gebietet, erfannt werben fonnen; biefeS ®efd;äft aber ge;hört nicht in gegenwärtigen 2Cbfd;nitt» SlUetn, baß gebadjteS $rimcip ber Autonomie baS alleinige §)rincip ber ©oral fei, läßt ftd)burch blofe Serglteberung ber begriffe ber ©ittlidßeit gar wohl bar--tbun. 25enn baburch ftnbet ftch, baß ihr *princip ein fategorißh«Ssmperatfo fein muffe, biefer aber nichts mehr ober weniger, alsgcrabe biefe Autonomie gebiete.