Ucbergang 0 . t>. popul. fittl. SöcÜtociSl). juc Sftctapl;. i). Sitten. 65
©lieb im 3ietd;e ber Zwecke ju fein; benn fonjl würbe eS nur alsbem Slaturgcfche feiner S3ebürfnifj unterworfen oorgcjleHt werbenmuffen. Obgleich auch baS 9taturreid) fowol;l, als baS Sieich ber3toecfe / als unter einem Sbevhauptc bereinigt gebaut würbe, unbbaburcf) baS letztere nid;t mehr blofe Sbee bliebe, fonbern wahre«Realität erhielte, fo würbe fiebitrch jwar jener ber SuwacfS einer
| fiarfen SSriebfeber, niemals aber SSermehrung ihres inneren 3ßertl)S
[ ju Statten kommen; benn biefem ungead;tet müfjte bod) felbjl biefer
alleinige unumfdjränf'te ©efehgeber immer fo oorgejlellt werben, wieer ben Sßertf) ber oernünftigen SBefen nur nach ihrem uneigennüfsUj gett, bloS auS jener Sbee ihnen felbfi oorgefdjriebenen Verhaltenbeurteilte. SaS 2ßefen ber Singe änbert fich burd) ihre äufereni Scrhältniffe nicht, unb waS, ohne an baS le|tere ju benken, benabfoluten SBertl; beS 9Kenfd)en allein auSmacht, barnach muf? erauch, »on wem es auch fei, felbfi »out Iwtfau SBefen beurteilt«erben. SOloralität ijl alfo baS SSerhaltnif ber ^anblungen jurAutonomie beS SBiflenS, baS ijl, jur möglichen allgemeinen ©efeh=gebung burd) bie Sttapimen beffelben. Sie ^»anblung, bie mit berAutonomie beS UBillenS jufammen befielen kann, ijl erlaubt; bienidjt bamit jlimmt,.ijl unerlaubt. Ser SSSille, beffen SJlarimennothwenbig mit ben ©efeljen ber Autonomie jufammenjlimmen,ijl ein heiliger, fd)led)terbingS guter SBille. Sie Abhängigkeiteines nicht fd>ledE?terbingS guten SBillenS »om fPrincip ber Auto=nomie (bie moralifche ÜKothigung) ijl 33erbinbli<hkeit. Siefefann alfo auf ein h e i% cg Söefen nicht gezogen werben. Sieobjectioe SJlothwenbigkeit einer ^»anblung auS §3erbinblid)keit heißtPflicht.
SJlan fann aus bem furj SSorhergehenben fich e§ itt leideterklären, wie eS jugehc: bafj, ob wir gleich unter bem begriffe »onPflicht unS eine Unterwürfigkeit unter bem ©efeije benken, wir unsbaburdh bod) jugleid) eine gewiffe Erhabenheit unb 2Bürbe an ber=jenigen fPerfon üorjlellcn, bie alle ihre Pflichten erfüllt. Senn fo-fern ijl jwar keine Erhabenheit an ihr, als fte bem moralifdjen©efehe unterworfen ijl, wohl aber, fofern fte in Anfehung eben;
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