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leidige Trost in den Schlummer der Sorglosigkeit wiegte,war deine Veronika schon unter Weges, um dich mit Blitzund Donner zu wecken! —
Sie kam in der Nacht vor dem Gerichtstage im Städt-lein an und stieg bei dem Landrath ab.
Der Himmel — wo der Sage nach die Ehen geschlos-sen werden und also die Hagestolzen wahrscheinlich nichtwohl angcschrieben stehen — begünstigte den Tag, an wel-chem einige von ihnen exemplarisch gestraft werden sollten,mit dem heitersten Wetter. Die Hegnng des Gerichtskonnte daher im Freien Statt finden. Der Graf ließ sei-nen Thron — denn er hatte wirklich einen so stattlichenAudienzsessel, daß man ihn mit diesem Namen beehrenkonnte — aus dem Schlosse hcraustragen und vor derPforte desselben aufstellen. Die ganze Volksmenge derResidenz war auf den Beinen, bewunderte diese Anstal-ten und wartete neugierig der Dinge, die da kommensollten.
Gegen Mittag geruhte der Graf, sich aus seiner Burgzu erheben und auf den Thron niederzulassen. Der Land-rath und der Kammcrherr waren in seinem Gefolge. Miteiner lauernden Miene setzte sich Schlangcnkron an derlinken Seite des Grafen auf einen für ihn bestimmtenSessel. Herr von Dampf aber mußte vor den Stufendes Thrones stehen bleiben, weil der boshafte Landrathdem Grafen in den Kopf gesetzt halte, es gebühre demKammcrherrn, als einem in der Untersuchung befangenenHagestolzen, auf dem Gcrichtsplatze kein Stuhl. — DieHinterseite des Thrones umgab ein Halbmond der ange-sehensten Personen des Städtchens, die sammtlich verhei-rathet waren und also das Licht nicht scheuen durften.Es waren überhaupt in der gräfliche» Residenz nur zwei