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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
328
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sich derselben gelegentlich zu seinem Bortheile zu bedienen.Dieses giftige Buch, das man nach seinem Tode in einemVerborgenen Fache seines Schreibtisches fand, führte denTitel: Mein Zeughaus, weil er sich daraus nach Ge-legenheit der Umstände mit Angriffs- oder Vertheidigungs-waffcn rüstete. Er ließ denn auch damals, als ihm Herrvon Dampf seine Brantflucht gestand, dieses Histörchennicht auf die Erde fallen, sondern trug es wie ein brauch-bares Stück Eisen, das einst zu einem Schwerte geschliffenwerden konnte, in sein Arsenal, und holte es jetzt wiederhervor, um damit gegen den Kammcrhcrrn feindlich znFelde zu ziehen. Er schrieb an Fräulein Drachenfels, vcr-rieth ihr den Aufenthalt des Flüchtlings, und forderte sieauf, sich vor dem Hagestolzengericht persönlich zn stellenund dem Treulosen sein Recht anzuthun. Damit er abernicht vorher, wenn er Wind davon bekäme, wieder ent-wischen möchte, so gab Schlangeukron dem Fräulein denRath, keinen voreiligen Lärm zu machen, sondern geheimund im strengsten Jncognito anzukommcn und das Absteige-quartier in seinem Hause zu nehmen.

Auf diesen Zudasbricf erhielt er mit umgehender Posteine sehr verbindliche Antwort. Das Fräulein schrieb: siewerde unfehlbar zu rechter Zeit und Stunde erscheinen.

Indessen erfuhr der Kammerherr aus dem Munde desGrafen, daß nächstens ein hochnothpeinlichcs Halsgcrichtüber die Hagestolzen des Landes gehalten werden sollte.Da er, wie bekannt, zu dieser Klaffe gehörte, so erschracker nicht wenig, und bot alle seine Beredtsamkcit auf, umdie Sache zu Hintertreiben. Allein der Graf antwortete:sie müsse schlechterdings ihren Fortgang haben, weil derAusruf des Gerichts schon unter der Presse scp, und näch-stens in der Zeitung des Hamburgischcn unpartheiischen