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schieden, und bei der Indolenz wenig gewagt, weil eslauter Lappalien waren. „Genug für heute!" rief er jetztin einem etwas mißlaunigen Tone und warf sich in seinenAudicnzstuhl. „Klagen," — fuhr er seufzend fort —„nichts als Klagen! — Bittschriften, nichts als Bitt-schriften! — so muß ich leider mit Lessin gs Prinzen *ausrusen! Und was nutzt sie am Ende, die eherne Ge-duld, mit welcher ich einen Tag wie den andern mirvortragen lasse? — Ich finde nicht, daß mein Land da-durch blühender wird, oder daß meine Einkünfte steigen.Im Gegcnthcil sind beide im Sinken. Sagen Sie, HerrSchlangenkron, was ist davon die Ursache?" —
„Ew. Erlaucht halten mir zu Gnaden," cntgegncteder Landrath; „diese Frage ist unbeantwortlich; denn esläßt sich von einer Sache, die nicht cristirt, kein Grundangeben. — Ich bethcure bei Pflicht und Gewissen, daßich nirgends eine» sinkenden Zustand bemerke. Die ganzeGrafschaft steht im höchsten Flor!" —
„Schmeicheln Sie nicht!" erwiedcrte der Graf. „Es istdurchaus nicht alles so, wie es meine landesväterlichenWünsche und Sorgen erheischen. Mich beunruhiget be-sonders ein auffallender Mangel an Bevölkerung. Wietodt ist meine Residenz! Ich stehe halbe Stunden langam Fenster, ohne einen Menschen zu sehen. Nur dannund wann schleicht ein unsauberer Pfahlbürger, der finsteraus seinem zerlöcherten Mantel blickt, oder ein altesWeibin Lumpen vorüber. Lese und höre ich dagegen von dermunter sich drängenden Volksmenge in London und Paris,so glaub' ich in einer Wüste zu leben." —
„Lassen Sie sich das nicht befremden, gnädiger Herr!"
In der Eini > > a Gnlvrt i.