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Das Hagestolzengericht.
Es war Cabinctsvortrag bei Sr. Erlaucht dem regie-renden Neichsgrafen von Dohlenburg. Mit leisen, vor-sichtigen Schritten ging er an den Wanden des Zimmersherum und — haschte Fliegen, indem sein Minister desInnern, der Landrath Schlangenkron, mit einer fatalen,eintönigen, schnarrenden Stimme die eingclaufcncn Be-richte , Klagen und Bittschriften referirte. Der Graf warmit seiner Jagd (worin er, ohne es selbst zu wissen, demKaiser Domitian nachahmte) zu eifrig beschäftiget, als daßer sich davon hätte abmüßigen können, um auf das lang-weilige , seit vielen Jahren gewohnte Geplärr seines Mi-nisters zu hören. Er ward immer erst aufmerksam darauf,wenn sich der Schall desselben verlor; — so wie schlafendeMüller erwachen, wenn die Mühle plötzlich in ihrem to-senden Gange gehemmt wird. — Jene Windstille, dievon Zeit zu Zeit cintrat, erinnerte den Grafen, daß einVortrag mit unterthänigem Gutachten geschlossen sey undseine hohe Resolution darüber erwartet werve. „Recht gutso!" sprach er dann. „Alles nach Ihrer Einsicht, lieberSchlangenkron!" —
Auf so bequeme Art hatte er schon zehn Sachen ent-