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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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fiel der Landrath ein.In jenen Städten wimmelt esvon müßigen Pflastertretern, die nichts als Unfug trei-ben und dem Staate zur Last fallen. Hier aber wohntein stilles, arbeitsames Völkchen, das ruhig in seinenHäusern bleibt und mit seinen Händen etwas Nützlichesschafft." -

Wohl wahr," sprach der Graf;doch befriedigt michdas nicht ganz. Die Abnahme der Volksmenge in mei-nem Lande, besonders in der hiesigen Stadt, springt indie Augen. Ich erwarte daher von Ihnen, Herr Schlan-genkron, in den nächsten Tagen einen gutachtlichen Vor-schlag, wie diesem Ucbel abzuhelfen sepn möchte."

Ein Wink mit der Hand entließ den Landrath. Erempfahl sich.

Wieder ein neues Hirngespinnst!" murrte er die Treppehinab; und er hatte wohl Ursache dazu. Er ward fürseine fünfhundert Thälerchen Jahrgehalt mit solchen un-nützen Aufträgen unaufhörlich überladen, und dieß ver-droß ihn um so mehr, da ein gewisser Herr von Dampf,der am gräflichen Hofe alles in allem galt, für tausendThaler Besoldung nichts zu thun hatte, als mit demGrafen spazieren zu fahren, mit ihm Tarock zu spielenund bei feierlichen Ccrcmonientafcln den Dienst eines Kam-merherrn zu verrichten. Dieser Herr von Dampf war esdenn auch, der dem Grafe» wenn er ihn gerade mitnichts andern« zu unterhalten wußte dergleichen aben-teuerliche Grillen und Einfälle in den Kopf setzte, diedem Landrathe nachher so viel zu schaffen machten, weiler die darüber erforderten Gutachten nicht mündlich er-statten durfte, sondern mit der größten Ausführlichkeit inSchriften einreichen mußte. Er war aus diesen und Meh-rern Ursachen dein Kammcrherrn spinnefeind.