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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Nun ward Lärm im Hause. Herr und Frau von Katzriefen, pochten »nr> klingelten alles, was Leben und Athcmhatte, aus dem Schlafe.Der Oberst liegt im Sterben

er will sein Testament machen!" schrien sie hände-ringend und sprengten die Bedienten fort, um einen Notarund Zeugen zu holen. Diese Personen waren nach Ver-floß einer Stunde beisammen. Unter den letzter» befandensich Wiisthofs Freunde. Sie eilten mit fliegenden Schrittenan's Bett, worin Erich lag. Er hatte eine Nachtmützeüber die Augen gezogen und das Gesicht gegen die Wandgekehrt. Sie fragten bekümmert nach seinem Zustande.Er antwortete mit schwacher Stimme: er sichle sein Ende

das Sprechen werde ihm schwer er müsse seineletzten Athemzüge schonen, um noch tcstiren zu können.

Die Universalerbi» drängte die Herren sanft vom Bettehinweg und bat weinend, die Kräfte des Kranken nichtzu erschöpfen. Er werde, setzte sie hinzu, nach dem Aus-spruch ihres eben dagewesencn Hausarztes, den Aufgangder Sonne nicht erleben. Ihr Gemahl rückte indessenTische und Stühle für den Notar und die Zeugen zusam-men. Sie setzten sich. Herr und Frau von Katz tratenab und horchten im Nebenzimmer an einer dünnen Ta-petcnwand, durch welche sie nur eine Hand breit von demTestirer, dessen Belt an derselben stand, getrennt waren.Daher entging ihnen kein Wort, das er sprach.

Ich empfinde die Nähe meines Todes;" fing er an,doch habe ich noch mein volles Bcwußtsepn, und binalso im Stande, ei» rechtsgültiges Testament zu ma-