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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
46
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Hr. v. Prüfst Auch mein Hofmeister sagt

Mstr. Puff. Wer? Dein Hofmeister?

Hr. v. Puff. Nu ja/mein Hofmeister! Was machstdu darüber Augen wie Schcunthore? Du hast wohlhinter deinem Backofen nie erfahren, was ein Hofmeisterfür ein Ding ist?

Mstr. Puff. Das weiß ich doch; aber einen Schul-knaben von fünfundfünfzig Jahren seh' ich heute zumersten Mal. Was lernst du denn von deinem Hof-meister ?

Hr. v. Puff. Galanteriewcsen, modische Gebräucheund Redensarten kurz, den ganzen zierlichen und ma-nierlichen Eleganzkram der vornehmen Leute.

Mstr. Puff. Gibt dir dein Schulmeister auch mit-unter die Ruthe?

Hr. v. Puff. Pah! ein solcher Grobian ist HerrGauch nicht.

Mstr. Puff. Herr Gauch? Ein trefflicher Hof-meister! Bruder, ich warne dich vor diesem Menschen.Es ist ein nichtswürdiger, schmarotzender Tagedieb. Erweint und lacht, und predigt und flucht für ein Trinkgeld.

Hr. v. Puff. Was das für unrespektirliche Redenüber einen Mann find, der in vielen großen Häusern

Mstr. Puff. Den Harlekin spielt.

Hr. v. Puff. Ha! ha! ha! Er speis't fast täglichbei dem Grafen Milani.

Mstr. Puff. Wohl bckomm's ihm! Da speis't erwirklich oft, und ich wundere mich darüber nicht. DerGraf findet bekannter Maßen an Possenreißern einen gro-ßen Gefallen, und füttert manchen Hanswurst. Daherfitzt auch dein ehrwürdiger Präceptor fleißig tief untenan der gräflichen Tafel und kräht wie ein Hahn, bellt wie