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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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das Weltenmccr ohne Ufer und ohne Grund quillct hier,versieget dort; die Mücke, die Erde, fliegt um daö Sonnen-licht, nnd sinkt in das Licht und zerbröckelt O Julius,wer erblickt und erhält das flatternde Stäubchen auf derMücke, mitten im gährcnden, grünenden, verwitternden Chaos?O Julius, wenn jeder Augenblick einen Menschen und eineWelt zerlegt wenn die Zeit über die Kometen geht undsic austritt wie Funken, und die verkohlten Sonnen zerreibt wenn die Milchstraßen nur wie zurückfahrende Blitze ausdem großen Dunkel dringen wenn eine Weltcnreihe umdie andere in den Abgrund hinnntergczogen wird, wenn dasewige Grab nie voll wird und der ewige Sternenhimmelnie leer: o mein Geliebter, wer erblickt und erhält dennuns kleine Menschen aus Staub? Du, Allgütiger, erhältstuns, du, Unendlicher, du, o Gott, du bildest uns, du sichestuns, du liebest uns O Julius, erhebe deinen Geist undfasse den größten Gedanken des Menschen! Da wo dieEwigkeit ist, da wo die Unermeßlichkeit ist, und wo die Nachtanfängt, da breitet ein unendlicher Geist seine Arme ausund legt sie um daö große fallende Welten-All, und trägtcs und wärmt. Ich und du, und alle Menschen, undalle Engel und alle Würmchen ruhen an seiner Brust, unddas brausende schlagende Welten- und Sonncnmeer ist eineinziges Kind in seinem Arm. Er stehet durch das Meerhindurch, worin Korallenbäumc voll Erden schwanken, undsicht an der kleinsten Koralle das Würmchen kleben, das ichbin, und er gibt dem Würmchen den nächsten Tropfen, undein seliges Herz, und eine Zukunft, und ein Auge bis zuihm hinaus ja, o Gott, bis zu dir hinauf, bis an deinHerz."