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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Unaussprechlich gerührt, sagte weinend Julius:Dusiehst, o Geist der Liebe, also auch mich armen Blindeno! komm in meine Seele, wenn sie allein ist, und wenn cSwarm und still auf meine Wangen regnet, und ich dazu weineund eine unaussprechliche Liebe fühle: ach du guter großerGeist, dich Hab' ich gewiß bisher gemeint und geliebt!Emanuel, sage mir noch viel, sage mir seine Gedanken undseinen Anfang."

Gott ist die Ewigkeit, Gott ist die Wahrheit, Gott istdie Heiligkeit er hat nichts, er ist alles das ganzeHerz fasset ihn, aber kein Gedanke; und Er denkt nur

uns, wenn wir ihn denken.-Alles Unendliche und

Unbegreifliche im Menschen ist sein Widerschein; aber weiterdenke dein Schauder nicht. Die Schöpfung hängt alsSchleier, der auö Sonnen und Geistern gewebt ist, überdem Unendlichen, und die Ewigkeiten gehen vor dem Schleiervorbei, und ziehen ihn nicht weg von dem Glanze, den erverhüllet."

Stumm gingen wir Hand in Hand den Berg hinab, wir/ vernahmen den Sturmwind nicht vor der Stimme unsererGedanken, und als wir in unsere Hütte traten, sagte Julius:ich werde den größten Gedanken deö Menschen immer den-ken, unter dem Tönen meiner Flöte, unter dem Brausen desSturms und unter dem Fallen des warmen Regens, undwenn ich weine, und wenn ich dich umarme, und wenn ichim Sterben bin." Und Du, mein geliebter Horion, thue auch.

Emanuel.

Zcan Paul's auögcw, Werk. IV.

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