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Unaussprechlich gerührt, sagte weinend Julius: „Dusiehst, o Geist der Liebe, also auch mich armen Blinden —o! komm in meine Seele, wenn sie allein ist, und wenn cSwarm und still auf meine Wangen regnet, und ich dazu weineund eine unaussprechliche Liebe fühle: ach du guter großerGeist, dich Hab' ich gewiß bisher gemeint und geliebt! —Emanuel, sage mir noch viel, sage mir seine Gedanken undseinen Anfang."
„Gott ist die Ewigkeit, Gott ist die Wahrheit, Gott ist„die Heiligkeit — er hat nichts, er ist alles — das ganze„Herz fasset ihn, aber kein Gedanke; und Er denkt nur
„uns, wenn wir ihn denken.-Alles Unendliche und
„Unbegreifliche im Menschen ist sein Widerschein; aber weiter„denke dein Schauder nicht. Die Schöpfung hängt als„Schleier, der auö Sonnen und Geistern gewebt ist, über„dem Unendlichen, und die Ewigkeiten gehen vor dem Schleier„vorbei, und ziehen ihn nicht weg von dem Glanze, den er„verhüllet."
Stumm gingen wir Hand in Hand den Berg hinab, wir/ vernahmen den Sturmwind nicht vor der Stimme unsererGedanken, und als wir in unsere Hütte traten, sagte Julius:„ich werde den größten Gedanken deö Menschen immer den-ken, unter dem Tönen meiner Flöte, unter dem Brausen desSturms und unter dem Fallen des warmen Regens, undwenn ich weine, und wenn ich dich umarme, und wenn ichim Sterben bin." — Und Du, mein geliebter Horion, thueeö auch.
Emanuel.
Zcan Paul's auögcw, Werk. IV.
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