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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Gewölbe, durch dessen Ritzen die unermeßliche Nacht schauet,in der das funkelnde Gewölbe hängt Du fliegst Jahr-tausende, aber du trittst nicht auf die letzte Sonne und indie große Nacht hinaus Du schließest das Auge zu undwirfst dich mit einem Gedanken über den Abgrund und überdie ganze Sichtbarkeit, und wenn du eS wieder öffnest, soumkreisen dich, wie Seelen Gedanken, neue hinauf und hinabstürmende Ströme aus lichten Wellen von Sonnen, ausdunkeln Tropfen von Erden, und neue Sonnenreihen steheneinander wieder aus Morgen und Abend entgegen und dasFeuerrad einer neuen Milchstraße wälzt sich um im Stromder Zeit Ja, dich rücke eine unendliche Hand aus demganzen Himmel, du stehest zurück und heftest dein Auge aufdas erblassende eintrocknendc Sonnenmcer, endlich schwebtdie entfernte Schöpfung nur noch als ein bleiches stillesWölkchen tief in der Nacht, du dünkst dich allein und schauest

dich um und-eben so viele Sonnen und Milchstraßen

flammen herunter und hinauf, und das bleiche Wölkchenhängt noch zwischen ihnen bleicher, und außen um den gan-zen blendenden Abgrund ziehen sich lauter bleiche stille Wölk-chen.-

O Julius, o Julius, zwischen den wandelnden Fcucr-bergen, zwischen den von einem Abgrund in den andern ge-schleuderten Milchstraßen, da flattert ein Blütcnstäubchen,aus sechs Jahrtausenden und dem Menschengeschlecht gemacht Julius, wer erblickt und wer versorgt daS flatterndeStäubchen, das aus allen unfern Herzen besteht?

Ein Stern wurde setzt hcrabgcschlagen. Falle willig,Stern in die Luft der Erde geheftet, auch die Sterne überder Erde taumeln wie du in ihre entlegnen Gräber herab