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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
247
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Gedanken; ater ich wollte nur dich anrühren: denn der En-gcl ist ja auö der Erde gegangen, und ich sehne mich rechtnach seiner Stimme. In mir wallen Traumgestalten ineinander, aber sie haben keine so Hellen Farben wie imSchlafe holde lächelnde Angesichter blicken mich an, undkommen mit aufgebreitctcn Schattenarmen auf mich, und win-ken meiner Seele und zerfließen, eh' ich sic an mein Herz«»drücke Mein Emanuel, ist denn dein Angesicht nichtmit unter meinen Schattcngestalteü?" Hier schloß er seinnasses Angesicht glühend an meines, das ihm abgcschattet vor-zuschweben schien; eine Wolke sprengte das Weihwasser desHimmels über unsre Umarmung, und ich sagte:wir sindheute so weich bloö durch das, was uns umringt und waöich jetzt sehe." Er antwortete:o sage mir es, was dusichest, und höre nicht auf, bis die Sonne hinabgegangcnist."

Mein Herz schwamm in Liebe und zitterte in Entzückenunter meiner Rede:Geliebter, die Erde ist heute so schön,das macht ja den Menschen weicher der Himmel ruhtküssend und liebend an der Erde, wie ein Vater an derMutter, und ihre Kinder, die Blumen und die schlagendenHerzen, fallen in die Umarmung ein und schmiegen sich andie Mutter. Der Zweig hebt leise seinen Sänger aufund nieder, die Blume wiegt ihre Biene, das Blatt seineMücke und seinen Honigtropsen den offnen Blumenkelchenhängen die warmen Thräncn, in die sich die Wolken zer-teilen, gleichsam in den Augen, und meine Blumenbeetetragen den aufgebauten Regenbogen und sinken nicht DieWälder liegen saugend am Himmel, und trunken von Wol-len stehen alle Gipfel in stiller Wollust fest Ein Zephyr,