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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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schönsten, wo ich mit Deinem Julius*) zum erstenmal be-bend durch Lichtwvlkcn und durch Harmonien drang, und mitihm vor einem donnernden Throne niederste! und zu ihmsagte:oben in der unermeßlichen Wolke, die man die Ewig-keit nennt, wohnt der, der unö geschaffen hat und liebt"diesen Tag will ich heute in meiner Seele wiederholen; undnie erlösche er auch in meinem Julius und Horion!

Ich habe oft zu meinem Julius gesagt:ich habe dirden größten Gedanken des Menschen, der seine Seele zu-sammenbcugt und doch wieder aufrichtet auf ewig, noch nichtgegeben; aber ich sage dir ihn an dem Tage, wo dein undmein Geist am reinsten ist, oder wo ich sterbe." Daher bater mich oft, wenn sein Engel bei ihm gewesen war, oderwenn die Flöte und die schauernde Nacht oder der Sturmihn erhoben hatte:sage mir, Emanuel, den größten Gedan-ken des Menschen!"

Es war an einem holden Juliuöabcnd, wo mein Gelieb-ter an meinem Busen aus dem Berge unter der Trauerbirkelag und weinte, und mich fragte:Sage mir, warum ich die-sen Abend so sehr weine? Thust du cs denn nie, Ema-nuel? ES fallen aber auch warme Tropfen von den Wol-len auf meine Wangen." Ich antwortete:im Himmelziehen kleine warme Nebel herum und verschütten einigeThautropfen; aber geht nicht der Engel in deiner Seele aufund nieder? Denn du streckest deine Hand aus, um ihnanzurührcn." Julius sagte:Ja, er steht vor meinen

Julius wurde erst im zwölften Jahre blind, und hatte alsoVorstellungen des Gesichts.