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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Eifersucht, sogar Joachime durch Argwohn! Laß dich an-schaucn, Verarmter, ich weiß, warum dein Auge noch trockenist, und warum du gebrochen und den Kopf schüttelnd sagst:Nein, mein theurcr Emauuel, ich komme nicht, denn ich kannja nicht." ES atzte sich in dein Herz am tiefsten, daß ge-rade dein treuer Emanucl noch glaubte, du würdest von sei-ner Freundin geliebt. Der unentwickelte Schmerz ist ohneThräne und ohne Zeichen; aber wenn der Mensch das Herzvoll zusammcnfließendcr Wunden durch Phantasie aus demeignen Busen zieht und die Stiche zählt und dann vergissct,daß es sein eignes ist: so weint er mitleidig über das, wasso schmerzhaft in seinen Händen schlägt, und dann besinnt ersich und weint noch mehr. Viktor wollte gleichsam diestarre Seele auö den gcfrornen Thränen wärmend lösen, undging aus Erkerfenster und malte sich, indeß die verhalteneAbendglut des Märzes aus dem Gewölle über den Maicn-thalischen Bergen brannte, Klotildenö Vcrmähltag mit Juliusvor O, er zog, um sich recht wehe zu thun, einen Früh-lingtag über das Thal, der Genius der Liebe schlug über denTraualtar den blauen Himmel auf, und trug die Sonne alsBrautsackcl ohne Wolkendampf durch die reine Unermeßlich-keit. Da ging an jenem Tage Emauuel verklärt, Juliusblind, aber selig, Klotilde erröthend und längst genesen, undjeder war glücklich Da sah er nur einen einzigen Unglück-lichen in den Blumen stehen, sich nämlich; da sah er, wiedieser Betrübte wortkarg vor Schmerzen, fröhlich aus Tugend,näher und vertrauter mit der Braut aus Kälte, so ungekannt,eigentlich so entbehrlich mit herumgeht, wie ihm das schuld-lose Paar mit jedem Zeichen der Liebe alles vorrechnet, was

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