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in der Länge ihrer Rückenbänder: so fühlten Klotilde undWiktor, wie sanft ihnen dieses Niedersteigen von den buntenspitzen Hvfgletschern in die weichen Thäler der Mittlern Ständethat, und sie sehnten sich beide weg von glatten Herzen anwarme. Unter den Menschen und Borsdorferäpfeln sind nichtdie glatten die besten, sondern die rauhen mit einigen War-zen. Dieses Sehnen nach aufrichtigen Seelen war eS auchwol, was aus Klotilden die Behauptung preßte: es gebe nurMißheirathen zwischen den Seelen, nicht zwischen den Stän-den. Daher kam ihre wachsende Liebe gegen die außer demLvhkasten eines Stammbaums nur in der Gemeinhut grü-nende Agathe — welche Liebe einmal ich und der Leser imersten Bande aus Scharfsicht für den Deckmantel einer an-dern Liebe gegen Flamin erklärt haben, und die uns beidenden Tadel gegen eine Heldin abgewöhnen sollte, die ihn hin-tennach immer widerlegt.
Auf der dicken Brieftasche, die Agathe brachte, war dieHandschrift der Aufschrift von — Emanucl, welchen Klotildealles an die Pfarrerin überschreiben ließ, um ihrer Stief-mutter das — Zumachen ihrer Briese abzunehmen. DieFrau Le Baut hatte diese Einsicht der Akten, diese So-krateö-Hebammenkunst im Ministerium erlernt, das ein Rechtbesitzt, Haussuchung in den Briefen aller Unterthanen zu thun,weil es sie entweder für Pestkranke oder für Gefangene haltenkann, wenn es will. Während die Stieftochter im Neben-zimmer das äußere Paquet erbrach, weil sie aus seiner Dickeeinen Einschluß für den Doktor prophezciete: hauchte letzterans Zufall — oder aus Absicht; denn seit einiger Zeit legteer überall seine Entzifferkanzleien der Weiber an, im engstenWinkel, in jeder Klcidfalte, in den Spuren gelesener Bü-