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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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eingcsperrten Fragen gcthan; und sie dankte ihm für dasGeschenk seines Vertrauens mit einer Wärme, die er füreinen seinen Tadel seines bisherigen Schweigens hielt.Sie stand von jeher gern in einem Blumenkranz von Kin-dern; aber in Flachsenfingen hatte sie dieser Nebelsternchennoch mehre und zwar aus einem besonder,: Grunde umihren Glanz versammelt, nämlich um es zu verbergen, daßsie Giulia, eine kleine fünfjährige Enkelin des Stadtscniors,bei welchem ihr Bruder wohnte, als die unwillkürliche Le-benöbeschreiberin und Zeitungträgerin desselben an sich ziehe.Mehr als dreimal war ihm, als müßt' er diesem lilien-weißen Engel, den seine Wolke immer höher trug, zu Füßenfallen und mit auSgebreitcten Armen sagen:Klotilde, werdemeine Freundin, eh' du stirbst meine alte Liebe gegendich ist längst zerquetscht, denn du bist zu gut für michund für unS alle aber dein Freund will ich seyn, meinHerz will ich überwinden für dich, meinen Himmel will ichhingebcn für dich ach du wirst ohnehin den Abcndthaudes Alters nicht erleben und die Augen bald zumachen, undder Morgenthau hängt noch darin!" Denn er hielt ihreSeele für eine Perle, deren Körper-Muschel geöffnet inder auflösenden Sonne liegt, damit sich die Perle früherscheide. Beim Abschiede könnt' er ihr mit der Freimü-thigkeit des Freundes, die an die Stelle der Zurückhaltungdes Liebhabers gekommen war, die Wiederholung seiner Be-suche anbieten. Ueberhaupt behandelte er sie jetzo wärmerund unbefangner; erstlich, weil er auf ihr erhabnes Herz soganz Verzicht gcthan, daß er sich über seine früher» kühnenAnsprüche darauf wunderte; zweitens, weil ihm daö Gefühl