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O laß mich, laß mich, denn cs quillct HellerNicht vom Parnaß die ewige Quelle sprudelndVon Fels zu Fels ins goldne Thal hinab,
Wie Freude mir von Herzen wallend fließtUnd wie ein selig Meer mich rings umfängt —
— und da Klotildc traurig den großen: Zwischenraum derSchmerzen und der Tage zwischen sich und ihrem BruderÜbermaß: so quollen ihre großen so oft am Himmel hängen-den Augen voll, und ein schnelles Niedcrbücken verdeckte dieschwesterliche Thräne allen ungerührten Augen. Aber dengerührten, womit ihr naher Freund sie nachahmte, wurde sienicht entzogen . . . Und hier sagte eine tugendhafte Stimmein Viktor: „entdeck' ihr, daß du das Gchcimniß ihrer Ver-wandtschaft weißt — hebe von diesem wundgeprcßtcn Her-ren die Last des Schweigens ab — vielleicht welkt sie an„einem Gram, den ein Vertrauter kühlt und nimmt!" —Ach, dieser Stimme zu gehorchen, war ja das Wenigste, wo-mit er sein unendliches Mitleiden befriedigen konnte! — Ersagte äußerst leise, und aus Rührung fast unverständlich zuihr: „mein Vater hat es mir längst entdeckt, daß Iphigenie„die Gegenwart ihres Bruders und meines Freundes weiß"
— Klotilde wandte sich schnell und crröthend gegen ihn —er ließ, zur nähern Erklärung, seinen Blick zu Flamin hinab-glcitcn — erblassend sah sie weg und sagte nichts — aberunter dem ganzen Schauspiel schien ihr Herz weit mehr zu-sammengedrückt zu sepn, und sie mußte jetzo noch mehr Thrä-ncn und Seufzer zerquetschen, als zuvor. Zuletzt gab siemitten in ihrer Betrübniß der Dankbarkeit ihre Rechte, undsagte ihm für seine Theilnahme und sein Vertrauen, gleich-sam im Sterben lächelnd, Dank. Er legte an den Spinn-