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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Mittagsonne entflohen ist; solche für eine Welt voll Sturmzu biegsame Seelen, die zu viel Nerven und zu wenig Mus-keln haben, verdienen ihrer Empfindsamkeit wegen das ein-fressende Salz der Satire nicht, daö sie wie Schnecken zer-nagt die Erde und wir können ihnen wenig Freuden ge-ben, warum wollen wir ihnen die andern nehmen?"

Aber die Trauerzüge, die setzt daö Mitleid durch Joachi-mens Lächeln zog, drückten sich deutlich in Viktors Herzenab, und das, was sie hier verbergen wollte, machte sie rei-zender als alles, was sic se zu zeigen gesucht.

Nichts ist gefährlicher wie er vor einigen Wochengethan als sich verliebt zu stellen: man wird's sogleichdaraus. So war der Weichling Baron einige Tage, wenner einen Helden von Corneille gespielet hatte, selber einer.So starb Moliüre am eingebildeten Kranken, und Karl derV. am Probe-Dcgräbniß. So machte die papicrne Krone,die Kromwcll in einem Schuldrama aufbekommen hatte, ihnaus eine härtere begierig. Die zweite Lehre, die darauszu lernen ist (diese setzt aber freilich voraus, Joachime wareine Kokette) ist die: daß ein Held die Koketterie wahrneh-men und doch hineintappen könne; ein Poet sitzt wie dieNachtigall (der er an Gefieder, Kehle und Einfalt ähnelt)oben auf dem Baume, und sieht die Falle stellen, und hüpfthinunter und hinein.

Nach einigen Tagen als in Viktor die Frage überJoachimenS Werth und über seine Liebe wie eine Woge auf-und ablief; als er schlecht mit Flamin, gut mit der Fürstinund besser mit dem Fürsten stand, der seden Tag nachfragte,wann Klotildc käme kam sie.