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Berühre mich nur, guter Engel! Jetzt sagt er: „wenn„ich dich berühre, so zerstäubst du, und alle deine Geliebten„sehen nichts mehr von dir — "
O berühre mich! . . .
Der Tod berührte das 'blutige Herz, und ein Menschwar vorüber ...
Während Viktor das Trauerblatt las, hatte die Schwe-ster der Todtcn einigemale, weil sic sich das dachte, was erlas, die Augen abgetrocknet, und als er sie ansah, schimmer-ten darin die Samenperlen einer weichen Seele. Aber erwünschte sich setzo die Unsichtbarkeit seines Gesichts, oder denErker seines Zimmers, um allen Seufzern und Gefühlenungesehen nachzuhängcn. Wär' er in einem bürgerlichenHause gewesen: so hätte er unvcrspottet setzt zu den ausge-packtcn Kleidern und in die künftigen Zimmer Klvtildens ge-hen können — und er hätte gleichsam die grünen Fluren vonMaienthal wieder erblickt, wenn er die romantischen Gewän-der, worin Giulia sie durchstreifet hatte, unter den letzten
Küssen der Schwester hätte verschließen sehen-Aber in
einem solchen Hause war's eine Unmöglichkeit.
Er verzieh jetzt, da er seltener den Genuß der fremdenEmpfindsamkeit hatte, sogar das Uebertreibcn derselben leicht.Daß sic den Körper zerrütte, war ihm der elendeste Einwand,weil ihn ja alles Edlere, jede Anstrengung, alles Denken aus-rcibe; der Körper und das Leben wären ja nur Mittel, aberkein Zweck. „Giulias Herz in Giulias Körper, sagt er, ist„ein reiner Thautropfe in einem weichen Blumenkelch, den„alles zerdrückt, verschüttet, aussaugt, und der noch vo der
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