159
„schränkt sie auf den Sonntag ein — andre auf die Fest-tage — Coninch sagt: es ist genug, wenn man ihn alle„vier Jahre einmal liel>t — Hcnriquez setzt noch ein Jahr„dazu — Suarcz sagt gar, wenn's nur vor dem Tode ist.
„-Manchen Damen fielen bisher die Zwischenzeiten
„anheim; aber die Tag-, die Jahr-, die Festzeiten, die Ver-lobung-, die Begräbnißtage bilden eben so viel verschie-dene Sekten unter den Jesuiten der Liebe." — Joachimemachte den Anfang zu einer zürnenden Miene. Der Hof-medikuö hatte nichts lieber mit Schönen, als Zank, undsetzte dazu: c'est ü ldrce <Is 80 laire Iiüi'r gu'elies 86 tontaimer — e'est aünsr gns cio I>o»clee — al> gus so Vonsxris cle Vo»8 tLolior! *)" — Seine Laune hatte ihn überdas Ziel getrieben — Joachime hatte Recht genug, seineBitte um ihren Zorn zu erfüllen — er wollte den Zanksortsetzen, um ihn beizulegen — da es aber doch Fälle gibt,wo die Vergrößerung einer Beleidigung eben so wenigVergebung verschafft, als die stufenweise Zurücknahmederselben: so that er klug, daß er ging.
Er wunderte sich, daß er den ganzen Tag an sie dachte:das Gefühl, ihr Unrecht gethan zu haben, stellte ihr Gesichtin einer leidenden Miene vor seine erweichte Seele, undalle ihre Züge waren auf einmal veredelt. Tacitus sagt:man hasset den andern, wenn man ihn beleidigt hat; abergute Menschen lieben den andern oft bloS deswegen.
Am Tage darauf, an Ottomars Tage — Ottomar!
d. h. Dadurch, daß sic einen ärgern, machen sie nur, daßman sie mehr liebt — Schmollen ist Lieben — O ich bitteSie inständig, böse zu werden.