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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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seinem schwimmenden freundlichen Auge, von dem vor weni-gen Tagen die Thränc der Liebe abgctrocknet wurde, kühnin die in eine Augenhöhle gesperrte Sonne schauen, undnoch obendrein sanft mit dem Finger am warmen Gesichtanlicgen, und aus der Quelle der Thräncn Helles Blut vor-ritzcn. . . . Schon eh' man eine solche Opcrazion unter-nähme, sollte man eine ähnliche an sich vollziehen lassender Kühlung wegen. Im Grunde hatte auch ihm das Schick-sal diese Woche nichts gegeben, als Lanzetten-Schnitte inseine Herzschlagader. Stellet man sich noch vor, daß ihmdas ganze weibliche Geschlecht wie eine magische weit zurück-gewichne Gestalt vorkam, die einmal in einem Traume nahean ihm geschimmert, als ein erblassender Mond am Tage,den er in einer lichten Nacht angebetet hatte: so hat mansich sein gutes schuldloses Herz geöffnet, um darin außereinem großen sortarbcitenden Schmerzen tausend mitleidigeWünsche für die bedauerte Fürstin zu erblicken. Ungeachtetihrer sonderbaren Mischung von Stolz, Lebhaftigkeit undFeinheit glaubte er doch in ihr eine Acnderung zu entdecken,die er halb aus seiner heutigen Beflissenheit, halb aus sei-nem ihr bisher so günstigen Einfluß auf den Fürsten erklä-ren konnte, und die ihm einen größer» Muth gegeben hätte,wenn er sich nicht von dem Zettel über dem Imperator derKompaß-Uhr mit bcsondern Auslegungen seines Muthes hättedrohen lassen. Bei dem vorigen ersten Besuche war seinMuth gelähmt, weil er sich als der Sohn eines Vaters, derseinen Einfluß durch die Sorge um natürliche Kinder zu be-festigen schien, geflohen glaubte; denn ein Mensch voll Liebeist neben einem voll Haß stumm und dumm.

Am muthigstcn machte ihn heute außer seinen Zänkc-