sie wieder zu sehen. — Fühltest du etwa, Viktor, daß alles,was die Liebe thut, um zu sterben, nur ein Mittel ist, umwieder zu aufcrstehen, und daß alle ihre Epilogen nur Pro-logen zum zweiten Akte sind? — Aber ein Korb Aepfel aufdem Markte machte ihn in seinem Entschlüsse wieder fest.Flamin trat nämlich herein. Er sing sogleich mit Fragenüber daö Verschwinden am Sonntag und mit Nachrichtender allgemeinen Unruhe über den thcuern Flüchtling an.Viktor, durch die ganze Erinnerung wieder erhitzt, und gegenden Bilderstürmer und Fiskal einer vergeblichen Liebe sästein wenig erzürnt, gab ihm die wahre Antwort: „du nahmst„mir meine Freude zum Thcil, und warum sollt' ich so spät„erst auss Theater treten?" Je stärker Flamin die liebendeBckümmerniß der Psarrerin und Klotildcns über seine Un-sichtbarkeit malte, desto peinlicher wurd' in ihm der Wirr-warr streitender Gefühle; ohne sein zurückrufendeö Gewissenwar' eö ihm setzo leichter geworden, nun dem Freunde dieHoffnunglose Liebe zu bekennen, als sonst die hoffende. —Zufällig wunderte sich Flamin über die Reife der Aepfelunten auf dem Markte, und verlangte einige: ein Blitzstralfuhr nun vor Viktors Auge über die angebornen Fruchtstückeauf Flamins Schultern, die allezeit im Nachsommer währendder Aepselreife erschienen, die er aber im bisherigen Taumelvergessen hatte. Der Himmel weiß, ob nicht dem Leser sel-ber entfallen ist, daß Flamin dieses Lagerobst (sein Mutter-mal) aus dem Rücken trägt, das ein Sodomö und Eva'sApfel für ihn werden kann. Konnte nicht Matthicn, derbisher an Flamin dieses Jnsicgel seiner fürstlichen Verwandt-schaft nicht untersuchen konnte, sich auf einmal von allemüberzeugen, was er auö dem Briefe an den Lord nur mit
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