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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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dem Zugvogel sich über den Winter zu erheben und inheitere Zonen zu fliegen, gleich andern Vögeln vor diesemWinter niedersinkt und dumpf in seinem kalten Grameerstarrt."

Viktor sargte sich, so zu sagen, an jenem Tage in seinZimmer ein, das er niemand als einer Thür- und Wand-nachbarin der Schmerzen, Marien, öffnete, deren Gestaltihm so sanft wie eine Abendsonne that. Jedes andere weib-liche Gesicht auf der Straße gab ihm Stiche; und der Bru-der der verlornen Klotilde, den er am Fenster sah und heutegern umarmt hätte, lieh der verweinten Erinnerung neueFarben. . . . Leser! die Leserin ist von selber billigerlache nicht über meinen guten Helden, der da keiner ist, wogerade die Stärke der Seele die Stärke des Schmerzenswird; laß mich es wenigstens nicht hören. Wem der sym-pathetische Nerve des Lebens, die Liebe, unterbunden oderdurchschnitten ist, der darf schon einmal seufzen und sagen:alles kann der Mensch auf der Erde geduldiger verlieren,als Menschen.

Und doch führte Abends ein Zufall - nämlich ein Brief alle seine Schmerzen noch einmal durch sein müdes Herz.Ein kleiner Brief von Emanuel aber keine Antwort ansden erst abgesandten kam an.

Mein immer Geliebter!

Ich habe den Tag Deines Eintritts in ein neues Le-bens-Gewühl erfahren, und ich habe gesagt: mein Geliebterbleibe glücklich die Ruhe der Tugend baue wie mit einerBrust sein Herz gegen den Frost und Sturm seines neuenLebens ein seine Schmerzen und seine Entzückungen seien

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