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und jetzt erinnerte ich mich erst, daß ich unglücklich bin undnicht geliebt.
Du aber, luncrsetzlicher Freund, mißkenne mich nicht;ich schwöre Dir, daß ich Dir diese Blätter ungcändert gebe,wenn ich auch morgen, wo die Wirbel der heutigen Nachtstiller fließen, alle Aendcrungcn nöthig fände. Dein thörich-ter Freund bleibt doch Dein ewiger Freund.
S. V. H."
20. Hundsposttag.
Blatt von Emanuel — Flamins Frachtstücke auf den Schultern— Gang nach St. Lüne.
„Armer Sebastian — sagt' ich, da ich das heutige Felleisen„ausmachte — eh' ich's aus habe, weiß ich schon voraus,„daß du den ganzen Tag nach einer solchen Nacht dich ein-„geschlossen, um dein verblutetes Angesicht gegen den„Trauergartcn zuzuwenden — daß du heute diese brennenden„Gisttropfcn lieber hast, als den Wundbalsam, und daß„du in den Spiegel schauest, um die stille schuldlose Gestalt,„die er dir mit ihren Schnitten zeigt, wie eine fremde zu„beweinen. — O wenn der Mensch nichts mehr zu lieben„hat, so umfasset er das Grabmal seiner Liebe, und der„Schmerz wird seine Geliebte. Vergebet einander den kur-zen Wahnsinn der Klage: denn unter allen Schwächen des„Menschen ist das die unschuldigste, wenn er, anstatt gleich