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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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und jetzt erinnerte ich mich erst, daß ich unglücklich bin undnicht geliebt.

Du aber, luncrsetzlicher Freund, mißkenne mich nicht;ich schwöre Dir, daß ich Dir diese Blätter ungcändert gebe,wenn ich auch morgen, wo die Wirbel der heutigen Nachtstiller fließen, alle Aendcrungcn nöthig fände. Dein thörich-ter Freund bleibt doch Dein ewiger Freund.

S. V. H."

20. Hundsposttag.

Blatt von Emanuel Flamins Frachtstücke auf den Schultern Gang nach St. Lüne.

Armer Sebastian sagt' ich, da ich das heutige Felleisenausmachte eh' ich's aus habe, weiß ich schon voraus,daß du den ganzen Tag nach einer solchen Nacht dich ein-geschlossen, um dein verblutetes Angesicht gegen denTrauergartcn zuzuwenden daß du heute diese brennendenGisttropfcn lieber hast, als den Wundbalsam, und daßdu in den Spiegel schauest, um die stille schuldlose Gestalt,die er dir mit ihren Schnitten zeigt, wie eine fremde zubeweinen. O wenn der Mensch nichts mehr zu liebenhat, so umfasset er das Grabmal seiner Liebe, und derSchmerz wird seine Geliebte. Vergebet einander den kur-zen Wahnsinn der Klage: denn unter allen Schwächen desMenschen ist das die unschuldigste, wenn er, anstatt gleich