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„glaubt, ja noch mehr — sieh, ich sage dir alles — sie hät-„ten sogar wegen deiner vorgeblichen Neigung und wegen„deines jetzigen Einflusses, den der Kammcrhcrr gern zu sei-„ncr Wicdercrhcbung benutzen möchte, von einer möglichen„Verbindung mit der Tochter gesprochen, auch gegen diese,„und sic auSgcforscht: aber (dir ist's doch gleichgültig) meine„Geliebte blieb mir treu und sagte Nein." —
Nun war unscrm Freund das vorher so glückliche Herzgebrochen; dieses harte Nein war bisher noch nicht gegen ihnausgesprochen worden — mit einer unaussprechlichen, nieder-drückenden, aber stillen Wehmuth sagt' er leise zu Flamin:„bleib du mir auch treu — denn ich habe ja wenig; und„quäle mich nie mehr so wie heute." Er konnte nicht mehrreden; die erstickten Thränen stürmten fluthcnd auf sein Herzhinan, und sammelten sich schmerzlich unter dem Augapfel —er mußte jetzt einen stillen dunkeln Ort haben, wo er sichrecht ausweincn konnte, und in seinem aufgerissencn schmer-zenden Innern war bloS der Gedanke noch sanft und balsa-misch: „jetzt in der Nacht kann ich weinen, so viel ich will,„und niemand sieht mein zerrissenes Angesicht, meine zerrissene„Seele, mein zerrissenes Glück."
Und als er dachte: „ach Emanuel, wenn du mich heute„so sähest" — könnt' er sich kaum mehr halten.
Er floh mit zurückgcstcmmten Thränen, gleichgültig weres sehe oder nicht, aus dem Garten, über welchen ein düste-rer Engel eine große Trauerfahne fliegen ließ und Leichen-musik. Er stieß sich wund an einer steinernen Gartcnwalze,womit man die beregne ten Grasspitzcn und Blümchenniederquetscht — er weinte noch nicht, aber auf der Warteda wollt' er sich sättigen und tränken mit reichlichem Schmerz