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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
103
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,/Zögern in St. Lüne und tausend andre Züge, die mir nichtsogleich einfallcn, dein heutiges Alleingehen"

O mein Flamin, das geht weit, du siehst mit einemandern Auge, als dem der Freundschaft."

Hier wurde Flamin, der sich in nichts verstellen konnte,ohne es sogleich zu werden, und der keine Beleidigung er-zählen konnte, ohne in den alten Zorn zu gerathen, wärmer,und sagte weniger freundlich:es sehen's schon andre auch,sogar der Kammerherr und die Kammerhcrrin."

Dieses zerriß Viktor das Herz.Du Theurer, alterJugendfreund, so sollen wir auseinander gezogen und ge-wissen werden, wir mögen noch so sehr bluten; es soll alsodiesem Matthieu gelingen (denn von dem kommt alles,nicht von dir, du Guter), daß du mich marterst, und daßich dich martere Nein, es soll ihm nicht gelingen Dusollst nicht von mir genommen werden Siehe, bei Gott(und hier stand in Viktor das Gefühl seiner Unschuld er-gaben auf), und wenn du mich Jahre lang verkennst, sokommt doch die Zeit, wo du erschrickst und zu mir sagst:ich habe dir Unrecht gethan! Aber ich werde dir gernvergeben."

Dieses rührte den Eifersüchtigen, der heute überhaupt(wegen einer besonder« Ursache) gelassener war.Sieh (sagt'er), ich glaube dir allemal: sag' es, thust du nie etwas ge-gen mich?"Nie, nie, mein Lieber!" antwortete Viktor.Jetzt verzeih meiner Hitze, fuhr jener fort, so Hab' ichschon mit meiner verfluchten Eifersucht einmal Klotildeselber in Maienthal gequält aber dem Matthieu thuenicht Unrecht; er ist's vielmehr, der mich beruhigte. Ersagte mir es zwar, was KlotildenS Eltern zu merken ge-