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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
105
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er wiederholte immer:aber sie blieb getreu und sagte

Nein, Nein, Nein" die Konzerttöne wehten ihm nach,wie Feuer dem, der es besprochen er watete durch nasseentschlummerte Fluren, die ihre Blumen verhüllten, undschneller als er strichen auf der Erde die Schattenrisse desoben vom Winde verfolgten Gewölkes dahin er stand ander Warte, hielt jede Zähre noch und rannte hinauf erwarf sich auf die Bank, wo er Klotilden zum crstenmale imWeißen Gewand von ferne gesehenRuhe du auch, Ho-rion!" hatte sie aus seinem Traume ihm unter dem Blu-mcnhügcl zugcrufen, und er hörte es wieder.-

Hier riß er freudig alle seine Wunden auf und ließ siefrei hinblutcn in Thränen sie überzogen mit trüben Strö-men das Angesicht, das sonst oft gclächclt hatte, aber immergutmüthig, und das andern keine abgepresset, sondern abge-trocknet hatte jede Fluth war eine weggehobnc Last, aberdas Herz wurde darauf wieder schwer und vergoß die neue.

Endlich könnt' er die Töne wieder hören, die meistensanken unter, eh' sie an den Thurm geflossen waren, kleinekamen sterbend an und zergingen in seinem dunkeln Herzen

jeder Ton war eine fallende Thräne und machte ihnleichter und sprach seinen Kummer aus der Garten schienaus sanft ertönenden, gebrochen-übcrdämmerten, dunkelgrü-nen Schattcnwogen zu bestehen er riß, von Erinnerunggestochen, das Auge davon weg:was geht er mich mehran" dacht' er. Aber endlich stieg aus diesem Schatten-Edenund aus der Viole d'Amour das LiedVergiß mein nicht"zu seinem müden Herzen auf, und gab ihm wieder den sanf-ter» Schmerz und die vergangne Liebe.Nein, sagt' er, ichvergesse dein auch nicht, ob du mich gleich nicht geliebt