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Gcistererschcinungen erwacht, und die man zuweilen fühlt,wenn man nur von ihr spricht. . . .
Horion übergab sein zerstoßenes Herz mit stillen Thrä-nen, die niemand fließen sah, den hohen Adagios, die sich mitwarmen Eidcrduncn-Flügeln über alle seine Wunden legten.Alles was er liebte, trat setzt in seine Schatten-Laube, seinältester Freund und sein süngster — er hört die Gewitter-stürmer des Lebens läuten, aber die Hände der Freundschaftstrecken sich einander entgegen und fassen sich, und noch imzweiten Leben halten sie sich unverweset. —
Alle Töne schienen die überirdischen Echo seines Trau-mes zu seyn, welche Wesen antworteten, die man nicht sahund nicht hörte. . . .
Er konnte unmöglich mehr in dieser finstern Einzäunungmit seinen brennenden Phantasien bleiben, und in dieser zugroßen Entfernung vom Pianissimo. Er ging — fast zumuthig und zu nahe — durch einen Laubengang den Tönennäher zu, und drückte das Angesicht tief durch die Blätter,um endlich Klotilde im fernen grünen Schimmer zu er-blicken. . . .
Ach er erblickte sie auch! — Aber zu hold, zu paradie-sisch! Er sah nicht das denkende Auge, den kalten Mund,die ruhige Gestalt, die so viel verbot und so wenig begehrte:sondern er sah zum erstenmal ihren Mund von einem süßenharmonischen Schmerz mit einem unaussprechlich-rührendenLächeln umzogen — zum erstenmal ihr Ange unter einer vol-len Thräne niedergesunken, wie ein Vergißmeinnicht sich un-ter einer Regcnzähre beugt. O diese Gute verbarg sa ihreschönsten Gefühle am meisten! Aber die erste Thräne ineinem geliebten Auge ist zu stark für ein zu weiches Herz. ..