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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Gcistererschcinungen erwacht, und die man zuweilen fühlt,wenn man nur von ihr spricht. . . .

Horion übergab sein zerstoßenes Herz mit stillen Thrä-nen, die niemand fließen sah, den hohen Adagios, die sich mitwarmen Eidcrduncn-Flügeln über alle seine Wunden legten.Alles was er liebte, trat setzt in seine Schatten-Laube, seinältester Freund und sein süngster er hört die Gewitter-stürmer des Lebens läuten, aber die Hände der Freundschaftstrecken sich einander entgegen und fassen sich, und noch imzweiten Leben halten sie sich unverweset.

Alle Töne schienen die überirdischen Echo seines Trau-mes zu seyn, welche Wesen antworteten, die man nicht sahund nicht hörte. . . .

Er konnte unmöglich mehr in dieser finstern Einzäunungmit seinen brennenden Phantasien bleiben, und in dieser zugroßen Entfernung vom Pianissimo. Er ging fast zumuthig und zu nahe durch einen Laubengang den Tönennäher zu, und drückte das Angesicht tief durch die Blätter,um endlich Klotilde im fernen grünen Schimmer zu er-blicken. . . .

Ach er erblickte sie auch! Aber zu hold, zu paradie-sisch! Er sah nicht das denkende Auge, den kalten Mund,die ruhige Gestalt, die so viel verbot und so wenig begehrte:sondern er sah zum erstenmal ihren Mund von einem süßenharmonischen Schmerz mit einem unaussprechlich-rührendenLächeln umzogen zum erstenmal ihr Ange unter einer vol-len Thräne niedergesunken, wie ein Vergißmeinnicht sich un-ter einer Regcnzähre beugt. O diese Gute verbarg sa ihreschönsten Gefühle am meisten! Aber die erste Thräne ineinem geliebten Auge ist zu stark für ein zu weiches Herz. ..