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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
88
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und eine untersiukcndc Stimme rief unaufhörlich um ihn:Ruhe du auch!

O du weibliche Seele, die du müde und unbelohnt, be-kämpft und blutend, aber groß und unbefleckt aus dem rau-chenden Schlachtfclde des Lebens gehst, du Engel, den dasmännliche von Stürmen crzogne, von Geschäften besudelteHerz achten und lieben, aber nicht belohnen und erreichenkann: wie beugt sich jetzo meine Seele vor dir, wie wünsch'ich dir jetzo des Himmels stillenden Balsam, des Ewigen be-lohnende Güte! Und du, Philippine, thcure Seele, trittweg in eine verborgne Zelle, und lege pntcr den Thräncn,die du schon so oft vergossen hast, deine Hand an dein rei-nes weiches Herz und schwöre:ewig bleibe du Gott undder Tugend geweiht, wenn auch nicht der Ruhe!" Dirschwör'; mir nicht, denn ick/glaub' es ohne Schwur.

Welch' eine Paradenacht voll Sterne und Träume wardas! und welch ein Gallatag der Natur kam auf ste! InViktors Kopf stand nichts als St. Lüne, blau überzogen,silbern überthauct und mit dem schönsten Engel geschmückt,der heute nasse frohe Augen in den freundlichen Himmel hobund dachte:wie bist du heute gerade an meinem Wiegen-feste so schön!" Sogar der Stadtscnior und seine Toch-ter, welche beide Hochzeit machten jener eine Wicder-Hochzeit mit seiner Sem'orin, diese eine erste mit dem Wai-scnhausprcdiger schoben sich in den Zug seiner freudige»Gedanken als zwei neue Paare ein.

Er wollte nicht nach St. Lüne, sondern er sagte:ichziehe mich nur an zu einem kleinen Spaziergänge."

Es ist ganz egal, wo ich heute gehe," sagt' er draußen,und ging also auf den St. Lüner Weg.