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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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verliebte Streifchen Papier besann, das er in Kussewiz überden Imperator der muntre ü rLZnImimr aufgcklcbt und derFürstin zum Kaufe darcingcgcbcn hatte. Er fuhr zusammenund hiclt'ö für unmöglich, daß er ein solcher Narr seun kön-nen. Aber einem Menschen ist so etwas leicht. Seine Phan-tasie warf ans jede Gegenwart, auf jeden Einfall so vielBrennpnnkt-Lichter aus tausend Spiegeln zurück, und zog»in die Zukunft, die darüber hinauslag, so viel gefärbtenSchatten und blauen Dunst herum, daß er ordentlich erschrak,wenn ihm eine närrische Handlung einsiel; denn er wußte,wenn er sie noch zehnmal zurückgewiescn und noch dreißig-mal übersonnen hätte, daß er sie dann begehen würde. Da beide vor die Fürstin traten: so war Viktor in jenerangenehmen Verfassung, welche Informatoren und jungenGelehrten nichts neues' ist, die ihnen die Glieder verknöchertund das Herz zersetzt und die Zunge versteinert nicht dieGewißheit, daß Agnola (so hieß die Fürstin) jenes Uhr-Inserat gelesen habe, machte ihn so verlegen, sondern dieUngewißheit. In der Angst dachte er gar nicht daran, daßsic ja seine Handschrift und den Autor dcS Schnitzchcns nichteinmal kenne; und denkt man auch in der Angst daran, sogeht sie doch nicht weg.

Aber alles war zugleich über, unter, wider seine Er-wartung. Die Fürstin hatte das empfindsame Gesicht mitder Reisekleidung weggelegt, und ein festes feines Gallagcsichtdafür anfgetragcn. Der gekrönte Ehevogt Jenner wurdevon ihr mit so viel warmen Anstand empfangen, als war' ersein eigner Ambaffadör vom ersten Range. Denn Jen-ner, dessen Herzschcibe sich am elektrisirenden Kissen einerschönen Wange oder eines Busentuchs voll Funken lud, hatte