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eines versilberten Goldstücks kollazionirte, und nie einem Ju-den, Römer und Herrnhuter etwas im Handel abbrach —so sehr, sag' ich, daß die ganze weibliche Hanse in St. Lüneschrie: ei der Narr! und daß die Kaplänin sich immer anseine Stelle auf den Handelsplatz einschob. Er war abernicht zu bessern, weil er die Lebensrcise und also den Reise-bündel mit so philosophischen Augen verkleinerte, und weil ervor nichts so erröthctc als vor jedem Scheine des Eigennutzes:er lief vor allen Anstalten, Vorreitcrn und Probckomödiendavon, wenn sie seinetwegen auftratcn — er schämte sich je-der Freude, die nicht wenigstens in zwei Bissen, in einen füreinen Mitesser, zu theilcn war — er sagte, die Stirne einesHospodarö müßte die Härte seiner Krone angenommen haben,wcil's sonst ein solcher Mensch unmöglich ertrüge, was oftblos seinetwegen gemacht würde von einem ganzen Lande,die Musik — die Ehrenbogen — die Carmina — das Freu-dengeschrei in Prose und die entsetzlichen Kanonaden.-
Er hatte jetzt in St. Lüne nichts mehr abzuthun, alseine bloße platte — Höflichkeit; denn so viel darf ich wolohne Eitelkeit behaupten, daß ein Held, den ich zu meinemerkiese, schon hoffentlich so viel Lebensart habe, daß er hin-geht zum Kammerherrn Le Baut und sagt ü ravoir! — Ansolche Staatsvisiten muß er sich ohnehin jetzt gewöhnen.
Matz saß auch drüben, dieser mit struppichten abgezau-seten hängenden Flügeln hingeworfene Amor der Kammer-herrin — letzte scherzte über die eitlen Blicke mit ihm, dieden nachlassendcn Puls seiner Liebe bekannten — Le Bautspielte Schach mit Matzen — Klotilde saß an ihrem Arbeit-tischchen voll scidncr Blumen, mitten unter diesen edlen Dril-lingen. . . . Ihr armen Töchter! was für Leute müsset ihr
3ean Paul's auSgew. Werke. IV. y