v. Selbitz. Aha! Was machst du hier?
Heinrich. Einen kleinen Spaß,v. Selbitz. Worüber ehrliche Leute fast des Todessind. — Weiter, weiter in deiner Beichte!
Heinrich, Der Herr Sohn brauchte Geld —v. Selbitz. Wie immer.
Heinrich. Und wußte, daß zweitausend Thaler hierlägen. Um diese zu bekommen — (Stocke)v. Selbitz. Rede, sonst spricht mein Brauner.Heinrich. Gab er Sie für todt aus.v. Selbitz. Warte, Bursche, warte!
Heinrich. Die Pachterin hielt ihren Mann ebenfallsfür verunglückt und todt, weil wir ihr weiß machten, daßwir von Birkendorf kämen und ihn dort nicht gesehenhätten.
v. Selbitz. Schelmenzeug!
Heinrich. Sie macht' uns wegen des GeldesSpähne, und ich kam auf den Einfall, als der Geist ihresMannes zu erscheinen —v. Selbitz. Kanaille!
Heinrich. Und ihr die Auszahlung zu gebieten. Sieward ohnmächtig, und ich fand neben ihr diesen Beutel.
(Er nimmt ihn aus der Tasche und überreicht ihn dem Herrnv. Selbitz.)
v. Selbitz. Du bist, wie ich sehe, ein ziemlich ehr-licher Schelm. Wo ist mein Sohn?
Heinrich. Gnädiger Herr!v. Selbitz (dort). Wo ist mein Sohn?
Heinrich. Ich bitt' unterthänig —
v. Selbitz. Daß dich der Donner! Sage, wo ist er?
Heinrich. Im Gartenhause.
-v> Selbitz. Was macht er da?