Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
442
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Lieutenant. Warum? Mit Todtenscheincn und der-gleichen blauen Dunst bin ich so gut versehen/ daß dieWahrheit nicht durchblicken kann

Heinrich. Aber der Herr Vater wird mit Donnerund Blitz wieder von den Todteu ausstchen.

Lieutenant. Wenn er sich's nur so lange im Grabegefallen läßt, bis ich meine Falben im Stall habe.Kurz, die Ausführung meines Plänchens ist beschlossen,du mußt mir aber mit deiner vortrefflichen Gabe zumLügen bcistehcn.

Heinrich. Sollt ich die wirklich besitzen?Lieutenant. Du weißt selbst nicht, was du hast.Dießmal brauche dein Talent, um unsere Fabel wahrschein-lich zu machen.

Heinrich. Nun so will ich mir einmal eine Gütethun und mit den Kalendcrmachcrn um die Wette lügen.Lieutenant. Kannst du aber auch weinen?Heinrich. Trotz dem listigsten Krokodil.Lieutenant. Nun so heul' und seufze brav, wennwir beim Pachter sind. Ah! da kommt seine Tochter.Bei der wollen wir Probe weinen. (Beide bedecken sich

die Augen mit dem Schnupfruche.»

Zweiter Auftritt.

Lottchcn. Lieutenant. Heinrich.

Lottchen (fröhlich auf ihn zuhüpfend). Je, lieber HerrLieutenant!

Lieutenant (weinerlich). Gott grüß dich, gutes Lott-chen.