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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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Lottchen. Welch ein unvermuteter Besuch!

Lieutenant. Ach!

Heinrich. Ach!

Lottchen. Sie weinen und seufzen? Und auch Er,Heinrich!

Heinrich. Ach! es möcht' einen Stein erbarmen.

Lottchen. Nun seh' ich gar Trauer. Gott! warumtragen Sie die?

Lieutenant (schluchzend). Ach! ach!

Lottchen. Sagen Sie doch! Heinrich, erzähl' Er doch!

Heinrich (stöhnend). Ich kann vor Jammerkaum sprechen Sein Vater

Lottchen. Nun?

Heinrich. Ist todt.

Lottchen. Herr von Selbitz todt? Unmöglich!

Heinrich. Todt, todt.

Lottchen (weinend). Ach! der gute Herr! Wie dauerter mich!

Heinrich. Die halbe Welt bejammert ihn. Aberfassen Sie sich, gnädiger Herr! Die Todtcn kommen docheinmal nicht wieder.

Lieutenant. Geh, leidiger Tröster, das ist es eben.

Lottchen. Lieber Herr von Selbitz, mäßigen SieIhren Schmerz! Wenn ist denn Ihr guter Vater gestorben ?

Lieutenant. Heute vor acht Tagen.

Lottchen. Da hat ihn also mein Vater noch leben-dig angetroffen. Er ist gewiß Geschäfte halber noch inBirkendorf geblieben?

Lieutenant. Wer? Dein Vater? Dein Vaterin Nirkendorf.

Lottchen. Ja wohl. Er ist schon vor zwölf Tagenhingeritten.