Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
383
Einzelbild herunterladen
 

-oZ> 383

Zehnter Austritt.

Spargut. Luise.

Spargut. Dienerchen, Dienerchen, schönste, goldensteMamsell.

Luise. Ihre Dienerin, Herr Spargut. Bringen Siemir Geld?

Spar gut. Ja, liebes Täubchen, ja. (Zieht einenBeutel heraus.) Hier Hab' ich hundert schöne Braunschwei-ger Füchse, die noch kein Jude gestriegelt hat. HörenSie, wie sie im Stalle wiehern? (Schüttelt den Beutel.)

Luise (darnach langend). Geben Sie her, tändeln Sienicht.

Spar gut. O die allerliebste, schöne Hand. (Küßt ihr

zärtlich die Hand.)

Luise. Sie machen mich böse.

Spargut. O die herrlichen, zuckerpapierblauen Augen,sogar im Zorn noch schön!

Luise. Liebkosen Sie den Wänden! (Will gehen.)

Spar gut. Bleiben Sie, mein Engel. Ich habe Ih-nen etwas von Wichtigkeit zu sagen.

Luise. Das Wichtigste vor der Hand ist, daß Sie mirmein Geld geben.

Spargut. Es soll ohne Verzug geschehen, wenn Siemir vorher erlaubt haben, als ein alter, wahrer Freundmit Ihnen zu sprechen.

Luise. In beliebter Kürze, wenn ich bitten darf.Wollen Sie sich nicht setzen?

Spargut. O meine Unterthanen haben noch Kraft