Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
381
Einzelbild herunterladen
 

^ 381 ^

Neunter Auftritt.

Luise, hernach Tuschen.

Luise (allein). Ich muß ihn glücklich machen, cs gehewie cs wolle. (Sie klingelt, Suschen kbninit.) Hat Spar-gut mein Geld geschickt?

Tuschen. Er will selbst aufwarten.

Luise. Ueber den unausstehlichen Mann! Er zwingtmich, mein Kapital aus seiner Handlung zu nehmen, denn ^ich kann keinen Thaler ohne Zinsen seiner eckelhasten Zärt-lichkeit zurückbekommen. Wenn ich nur ihn und alle, diemich mit Liebe verfolgen, los wäre!

Tuschen. Auch den Hauptmann?

Luise. Der verfolgt mich nicht, sondern flieht mich.

Tuschen. Ein sonderbarer Liebhaber!

Luise. Wohl gar nicht nach deinem Geschmack?Kurz, noch heute müssen meine Peiniger, Spargut, War-nick und Simpel erfahren, daß ich sie hasse, als Liebhaberbis in den Tod hasse.

Tuschen. Und den Herrn Hauptmann lieben, bis inden Tod lieben.

Luise. Schweig! Sprosser hat seinen Laufpaß bereitsdurch Zurücksendung seiner Briefe bekommen.

Tuschen. Der arme Herr Sprosser!

Luise. Wenn du deinen Dienst und meine Gunst be-halten willst, so sprich nicht von ihm.

Tuschen (seufzt). Aber an die schönen Dukaten, dieer mir manchmal für Bestellung eines Briefchens gab,darf ich doch denken?