gen verräth, daß Sie die Wahrheit meiner Worte fühlen.Das war mein Wunsch. Leben Sic wohl, Luise, undvergessen Sic mich! Ich werd' cs nie können. (Will gehn.)
Luise. Sie wollen mich verlassen?
Hauptmann. Ich will nicht, ich muß.
Luise. Wo wollen Sie hin?
Hauptmann. Ins erste, beste Ausland, um wiederDienste zu suchen.
Luise. Die Sie nicht brauchen, weil Sie hier unab-hängig leben könnten.
Hauptmann. Meine Gründe dagegen —
Luise. Weiß ich; ist denn aber gar kein Ausweg?
Haupt mann. Keiner. Leben Sie wohl!
Luise. Sie eilen sehr. Wenn denken Sie zu reisen?
Hauptmann. Morgen.
Luise. Nun so können Sie mich heute noch einmalbesuchen. Jetzt nehm' ich nicht Abschied von Ihnen.
Hauptmann. Warum wollen Sie, daß ich dieQual der Trennung doppelt fühlen soll?
Luise. Damit Sie unterdessen Zeit haben, sich anderszu besinnen.
Hauptmann. Das ist unmöglich.
Luise. Nun, ich gehe von meiner Bitte nicht ab.
Hauptmann. Ich will's thun; aber —
Luise. Kein Aber! Kommen Sie nur gewiß!
Hauptmann. So wahr ich ein ehrlicher Mann binund bleiben will.
(Geht ab.)