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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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eine Niederträchtigkeit, wenn er die Hand des Retters er-greift ?

Hauptmann. Allerdings, sobald er voraus sieht,daß er seinen Freund mit sich hinabreißcn wird.

Luise. Das ist aber hier der Fall nicht. Sie wissen,ich hänge von Niemand ab, habe für uns Beide genug,und wünsche nichts mehr, als mein Bischen Glück mitIhnen zu theilen.

Hauptmann. O Luise, vergeben Sie mir, nennenSie es nicht Starrsinn, wenn ich auch hierauf nichts ant-worten kann, als das : Es läuft wider die Ordnung derNatur und meine Grundsätze, daß der Mann unthätig desWeibes Brod ißt.

Luise. Hätt' ich doch nicht gedacht, daß mein Hoh-wald so stolz wäre.

Hauptmann. Stolz? Wahrlich nicht. Soll esja so heißen, so ist es ein edler Stolz, den jeder Mannhaben sollte, und den ich wenigstens mit ins Grab neh-men werde.

Luise. Fast muß ich nun fürchten, mein guter Hoh-wald , daß sic mich nicht mehr lieben und sich durch Aus-flüchte von mir loswinden wollen.

Haupt mann. O Gott, wie können Sie das glau-ben? Lieb' und Rechtschaffenheit kämpfen um mich ei-nen Kampf, der mein Innerstes erschüttert. Jene ziehtmich zu Ihnen, und diese zurück. Wollen Sie, daß Recht-schaffenheit, die mir einst, wenn ich auch auf dem ärmlich-sten Strohlager oder auf dem Schlachtfclde sterbe, die Au-gen sanft zudrückcn wird wollen Sie, daß diese unter-liegen und mich verlassen soll?

Luise (schweigt gerührt).

Hauptmann (»ach einer kleinen Pause). Ihr Schwei-