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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
378
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Luise. Schon wieder ein Aber?

Hauptmann. Das jedoch nicht von jener Art istund mich allein betrifft.

Luise. Sie allein? Wir schöpfen ja Freuden undLeiden ans einer Quelle: Wie kann also Ihr Eimer trübeund meiner hell seyn? Nennen Sie mir doch IhrenKummer!

Haupt mann. Er heißt

Luise. Nun?

Hauptmann. Ewiger Verlust meiner Luise.

Luise. Sie schwärmen, daß man sich des Lachenskaum enthalten kann. Wenn ich, wie ich hofss und ver-muthe, Ihre verlorene Luise bin, so möcht' ich doch wissen,wer sie Ihnen genommen hat?

Hauptmann. Mein Schicksal, ein verabschiedeterOfficier zu sepn.

Luise. Sie verabschiedet? (Zärtlich.) Doch nurvon Ihrem König nicht von mir.

Hauptmann. Von Ihnen muß ich als rechtschaffenerMann mich selbst scheiden. Alle Aussichten in eineglückliche Zukunft, die ich beim Anfang unserer Bekannt-schaft hatte, sind vorüber, und ich würde nun sehr unedelhandeln, wenn ich mich Ihnen noch aufdringen wollte.

Luise. Wer denkt das? Sie werden aber dochein Mädchen, das sich Ihnen aufdringt, nicht von sichweisen?

Hauptmann. Auch das muß ich) denn diese himm-lische Güte zu mißbrauchen, und Sie, gute Seele, mit mirin den Abgrund des Elends zu ziehen, wäre Niederträch-tigkeit.

Luise. Also begeht der Unglückliche, der in einen Ab-grund gefallen ist, woraus ihm ein Freund helfen will.