Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
366
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Simpel. Ein schöner, lustiger Name. Wornach schnap-pen Sie denn?!!

Schnapp. Nach dem täglichen Brode, wenn ich's ausehrliche Weise haben kann. Ehrlichkeit besteht, wenn allesvergeht. Das Zctcrmädel sucht aber auch lang nacheiner Stube. Ich muß nur sehen, woran's liegt.

Simpel. Will auch mit sehen.

Schnapp. Nein, bleiben Sie da. Hier kommen derHerr Bruder. (Verbeugt sich gegen von Simpel und geht gb.)

Zwölfter Auftritt.

v. Simpel. Simpel. Sn der Folge Schnapp.

v. Simpel. Willkommen in der Stadt.

Simpel. Gott grüß' dich, Bruder. Thatst mir schrei-ben, daß ich in die Stadt kommen sollte; nu, da bin ich-

(Ergreift seine Hand und schüttelt sie.)

V. Simpel (zurücktretend). Nicht so hui! Es hat fich,seitdem wir uns nicht gesehen, manches geändert.Simpel. Geändert? Weiß von nichts,v. Simpel. Ich aber weiß, daß ich in den Adelstanderhoben worden bin, und daß es unschicklich ist, wenn einBürgerlicher gegen einen Edelmann so familiär thut.Zum Glück sah es kein Cavalier.

Simpel. Sapperment! Hast du denn vergessen, daßPächter Simpel unser Beider Papa war?

v. Simpel. Papa hin! Papa her! Ich bin durchkaiserlichen Brief und Siegel Edelmann, vor dem Jeder,der's nicht ist, Respekt haben muß. Merk dir das, Dorf-