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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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aufpaffen und jede feindliche Erscheinung melden sollte.Eine höchst nöthige Vorsicht, weil sich jemand längs derStadtmauer heranschleichen konnte, ohne daß man cs in-nerhalb des Thores, wo das Geschütz stand, bemerkte.Die Befehlshaber«! Polteratzkp vertrante den Vorposteneinem alten Mütterchen an, das durchaus mitkämpfcnwollte, und doch wegen seiner Kraftlosigkeit zum thätigenKriegsdienste nicht brauchbar war. Aber schreien, tüchtigschreien konnte die Alte, und eine gute Brille hatte sieauch; sie war also dem Ansehen nach zum Schildernvollkommen geschickt.

Indem sie nun, mit einer Osengabel im Arme, auf ih-rem Posten stand, und wie eine Wetterfahne, die von zweieinander entgegenblasenden Winden getummelt wird, denKopf rechts und links drehte, kam in der Ferne der Ad-jutant mit verhängtem Zügel geritten. Er war durch sei-nen Aufenthalt im Streuschober so entstellt, und die hoch-betagte Schildwache, die sich mit Tanzmcistern und derganzen Tanzkunst nicht abgab, kannte ihn überhaupt sowenig, daß sie ihn für einen feindlichen Wagehals hielt,der die von Männern entblößte Stadt überrumpeln wolle.Sie ließ sich und ihrer Brille nicht Zeit, die Sache ge-nauer zu untersuchen; sic stürzte mit Zetergeschrei undmit Verlust ihrer beiden Pantoffeln ins Thor hinein.Eiligst" ward das Geschütz mit siedendem Mehlbrei gela-den. Die Zuschauer flohen vor Angst. Der Adjutant kamin sausendem Galopp die Stadtmauer entlang, bog schnellins Thor ein, die Fähnrichin kommandirte:Feuer!"und in einem Nu schoß ihm die heiße Ladung beider Spri-tzen auf den Leib. Er fiel, wie von einer Kanonenkugelgetroffen, stöhnend vom Pferde.

Staunend sahen die Artilleristen, wen sie zu Boden