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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
346
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müßte, wenn ich Ihnen glauben sollte, Ihre Flucht nichtgesehen haben."

Was reden Sie von Flucht?" sprach er aufgebracht.Mein Pferd ward scheu, ging durch, der Zügel riß"

Nachdem Sie ihn zersäbelt hatten!" fiel sie ein.

Er schrack zusammen und erblaßte. Doch augenblicklichgewann er wieder Fassung und sagte mit einem wehmü-thigen Tone:Sie gehen hart mit mir um! Und ichschonte doch meines Lebens einzig und allein für Sie!"

Sehr unnöthig!" versetzte Dorchen.Ich liebe keinenfeigen Mann; wir find ewig geschieden."

Wollen Sie, daß. ich mich vor Ihren Angen tödtensoll?" fuhr er auf und riß den Säbel aus der Scheide.

O, wenn Sie dazu Herz hätten," sagte sie lächelnd,so wären Sie nicht geflohen!"

Der Schluß dieses Austrittes war, daß sie ihm Ver-schwiegenheit versprach und es ihm anheimstellte, seineEhre zu retten.Ja, ich will sie retten!" rief er ent-schlossen.Ich flieg' in die Stadt, lege meinem Pferdeeinen andern Zaum an, komme zurück und sieg' odersterbe!" -

Ganz mit Moos und anderm Unrath überzogen, stieger wie ein wilder Waldmensch aus seinem Neste. Ernahm sich keine Zeit, sich zu säubern; er knüpfte schnellden zerschnittenen Zügel zusammen, warf sich auf seineSchecke und ritt über Hals und Kopf davon, weil ebenjetzt auf der andern Seite des Waldes das Gewehrfcuerwieder anfing.

Während der Zeit waren die Amazonen in der Stadtauf ihrer Huth. Die Frau Fähnrichin stellte außerhalbdes Thores, bei welchem das schwere Geschütz aufgcpflanztwar, eine Schildwache aus, die nach allen Seiten hin