gestreckt hatten. Sic umringten ihn; sie fragten, was erin der Stadt wolle. Seine Antwort waren Flüche. Erverwünschte das ganze Taubenfeldcr Artilleriewesen. „Herr,Sie verfluchen Ihr eigenes Kind!" sagte die Fähnrichin.„Sic selbst erfanden dieses Geschütz, Sie selbst ordnetendas Kreuzfeuer an! Wer kann dafür, daß Sic auch selbsthinein ritten? — Wir wollen über die Alte, die hierSchildwache stand und Sie für einen Feind ansah, Kriegs-recht halten. Weiter läßt sich bei der Sache nichts thun."
Er lärmte noch viel; doch im Herzen war er froh, daßihm die erlittene Niederlage einen guten Vorwand lieh,die Rückkehr zum Schlachtfeld«:, womit es ihm überhauptkein Ernst gewesen war, zu unterlassen. Mit Mehlfleckengetiegcrt und von den Weibern verlacht, ging er nachHause und zu Bette. Sein Pferd, das die Streiche sei-nes Herrn unschuldig mit ausbaden mußte, hatte gleichnach Abfeuerung der brühenden Batterie die Flucht ergriffen.
Unterdessen wurde das Waldgefecht immer heftiger; esmußte Hülfsmannschaft nachgeschickt werden. Doch ehe sieden Tummelplatz erreichte, hatte schon Burkhard einenvollständigen Sieg erfochten, und kehrte, zweimal verwun-det, mit zwölf Gefangenen zurück. Von Blutverlust er-schöpft, sank er um, indem er dem Obersten Bericht ab-statten wollte. Dorchen, die das sah, eilte mit wiedererwachter Liebe ihm zu Hülfe und verband seine Wunden.Er drückte ihr gerührt die Hand; sprechen konnte er nicht.Gundram ließ schleunig seine Kutsche holen, und sie wardBurkhards Triumphwagen, in welchem er an DorchensSeite seinen Einzug in die Stadt hielt.
Die Wunden waren nicht gefährlich und der Balsamder Liebe heilte sie bald. Kurz darauf endigte sich derKrieg, und mit dem Friedensfeste zugleich feierten Burk-