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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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richtig; cs hätten sich ausländische Sprachtönc und Waf-ftngeklirr deutlich darin vernehmen lassen.

Der Oberste wandte sich zu dem Adjutanten und sagte:Lieber Häslein, ich will Ihne» vor allen andern die Ehregönnen, eine Probe Ihres Muthes abzulegen. Durchstrei-fen Sie den Wald und nehmen Sie so viel Mannschaftmit, als Sie nöthig zu haben glauben."

Ich möchte mich gleich vor den Kopf schießen!" riefHäslein.Ich bin außer mir, daß ich Ihrem Vertrauennicht entsprechen kann! Man kommt in Waldungen zuPferde nicht fort, und leider Hab' ich mir gestern den rech-ten Fuß verstaucht, daß ich durchaus nicht zu gehen imStande bin."

Das ist doch Schade!" sagte Gundrain, und überblickteseine Schaar, um einen andern tüchtigen Offizier auszu-wählcn. Da trat Burkhard ungerusen heraus und bat,ihm den Streifzug anzuvertraucn. Häslein winkte demObersten mit den Augen, um ihn daran zu erinnern, daßBurkhard ein Mensch von zweideutiger Tapferkeit und Va-terlandsliebe sep. Aber Gundram verstand die Warnungnicht oder wollte sie nicht verstehen: er bewilligte Burk-hards Gesuch und rief:Freiwillige vor!" Muthig spran-gen zehn oder zwölf Mann aus den Gliedern; doch ebenso viel mußten beinahe mit den Haaren hcrausgczogenwerden.Freunde," sagte der Oberste,cs ist unnothig,euch zur Tapferkeit anzufeuern. Ihr sepd Bürger vonTaubenfeld, deren Vorfahren sich oft im dreißigjährigenKriege mit Freibeutern wacker herumschlugcn. Erneuertunfern alten Ruhm! Mehr sag' ich nicht. Der Tapfereist von selbst tapfer; wäret ihr aber feige Memmen, somvcht' ich euch noch so viel vorschwatzen, es wäre dochHopfen und Malz an euch verloren. Zieht mit Gott!"