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schrie: „Potz Wetter! dort treibt ein Schnapphahn all' un-sere lieben Kühe davon!" — Der Adjutant blickte durchsein Fernrohr und sah in der That einen Kerl, der desFeindes verhaßte Uniform trug und die sämmtlichen Stadt-kühe vor sich her geißelte. Häslcin hätte ihn mit seinemfluchtigen Nofse bald einholen und niedcrstoßcn können:er verschmähte jedoch den gar zu leichten Sieg und beor-derte eine Abtheilung des Landsturms zum Angriff. Mitentsetzlichem Hurrahgeschrci stürzten sogleich zwanzig bisdreißig grimmige Löwen auf den Feind und warfen ihnzu Boden. „Herr Gott! was wollt Ihr?" rief der Be-siegte. „Ich bin ja der alte Michel, der ehrliche Stadt-hirt!" — Und er war es wirklich. Er hatte vor einigerZeit eine fremde Montur von einem Trödler gekauft,Hatte sie gerade diesen Tag znm ersten Mal angezogcn,und war damit noch niemanden in der Stadt zu Gesichtegekommen: denn er wohnte vor dem Thore, und die Bür-gerkühe waren so verständig, daß sie jeden Morgen, wennihre Ställe geöffnet wurden, ohne Führer und Treiberden Weg nach ihrem Weideplatz antraten.
Als der Adjutant den vermcpnten Plünderer überwäl-tigt sah, ritt er eiligst dahin. Man erzählte ihm den lä-cherlichen Mißgriff; er aber fand die Sache höchst bedenk-lich und beschuldigte den Hirten, er stehe mit dem Feindeim Verständniß und habe ihm die Heerde überliefern wol-len. Der alte Michel vcrthcidigte sich aufs beste, mußtejedoch auf der Stelle die Uniform ausziehen, und der Ad-jutant hieb sic mit seinem tapfcrn Säbel in tausend Stücke.
Das Heer zog dann weiter und stellte sich auf der mitGebüsch umgebenen Wahlstatt. Die furchtbare Schlacht-ordnung war kaum vollendet, als ein vorausgesandterKundschafter meldete: es sey im Walde rechter Hand nicht