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rath gehalten und beschlossen, auf der Landstraße bis aneinen gewissen, von beiden Seiten mit Waldung umgebe-nen Ort vorzurücken. Dort sollten sich die Flügel deskleinen Heeres rechts und links an den Wald lehnen undso völlig die Straße sperren. Diesen Kriegsrath hielt derOberste Gundram vor seiner Hausthüre mit allen seinenOffizieren, unter welchen sich auch Burkhard befand. Dor-chen sah horchend aus dem Fenster. Der Adjutant warfihr Abschiedsküsse zu. Sie erwiederte diese Zärtlichkeit undtrocknete sich die nassen Augen. Burkhard senkte beschei-den seinen Degen vor ihr. Sie dankte kalt.
Der Landsturm rückte nun aus. Da faßte fie plötzlichden Entschluß, eine Augenzeugin der Thatcn ihres Gelieb-ten zu scpn. Sie wollte ihm, wie Klopfstocks Thus-nelda ihrem Arminius, zurufen:
»Ha! dort kommt er mit Schweiß, mit Fcindesblute,
Mit dem Sraribe der Schlacht bedeckt! Sv schon warHäSlein niemals; so hat'S ihmNiemals vom Auge geflammt!"
Ihr Vorhaben ließ sich ohne Schwierigkeit ausführen,da sie durch die Hinterthür des väterlichen Hauses unbe-merkt ins Feld schlüpfen, und auf Fußsteigen näher alsauf der Heerstraße zum erwählten Schlachtfelde kommenkonnte. Rasch und muthig eilte sie fort. In zehn Mi-nuten war sie auf dem Schauplatze. Da sie aber aufSeitenwegen dahin flog, so entging ihr das Vergnügen,die erste Heldenthat des Landsturms zu sehen, die wir,ungeachtet sic dem bekannten Nitterkampfe mit Windmüh-len ähnlich war, nicht mit Stillschweigen übergehen wollen.
Das Sturmheer hatte nur erst tausend Schritte weitdie Stadt im Rücken, als ein scharfsichtiger Pikenier auf-