Ihr Herz, so haben Sic es auf der Stelle mit meinemSohne zu thun."
Ganz zerknirscht legte sich Tobias auf's Bitten, und mitden heiligsten Bctheucrungen versprach er, sich lebenslangals ein herzensguter Gemahl und gehorsamer Sohn zubetragen.
„Larifari!" sagte der Oberste. „Wir wechseln Kugeln;dabei bleibt's. — Warum machen Sic solche Streiche! —Sie lieben, wie man sagt, die Jungfer Benedict. HättenSie sich das Mädchen antrauen lassen, so könnten SieIhre Hochzeit in Fried' und Ruhe feiern."
„Ach Gott! wär' ich doch so klug gewesen!" seufzteTobias.
Der Oberste schien nicht daraus zu hören. Er sah sichim Zimmer um und fragte mit lauter Stimme: „Wo istdenn Frau von Hopfenbcrg?"
Mit gebeugtem Haupte trat sie aus der Kammer hervor.
„Weg mit dem Schleier!" rief der Oberste.
Sie schlug ihn langsam zurück, und freudig schrie Tobiasauf: denn vor ihm stand — sein Haunchen.
Der Oberste, sein Sohn und Rosalie, die das Kammer-mädchen vorstcllte, erhoben ein schallendes Gelächter. To-bias lachte mit ihnen um die Wette, und war ganz außersich vor Freude, daß nun der Zweikampf unterblieb. Erfiel, ohne sich vor den Zuschauern den geringsten Zwanganzuthuu, Hannchen um den Hals und sagte mit natür-licher Herzlichkeit; „Liebes Kind, süßes Herz, du bist mein!bist ganz und ewig mein! und kein Mensch soll uns trennen."
„Sic sind also mit dem Fraucntausche zufrieden?" fragteRosalie.
„Ja, wenn Sie mir's nicht übel nehmen, so bin ich's;"versetzte Tobias.