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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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schließen; in der zweiten ersiegte seine Beredtsamkeit dasHawort, und nur die Heimlichkeit der Trauung war nochdem Fräulein zuwider; in der dritten Woche gelang esihm endlich, auch diesen Stein des Anstoßes bei Seite zuschaffen, und er überbrachte eines Morgens die Botschaft,daß nun jedes Hinderniß überwunden ftp.

Nun rüste dich, Herr Bruder!" fuhr er fort,dennschon die nächste Nacht hat Rosalie zur Vermählung be-stimmt, und der Geistliche, von dem ich eben hcrkommc,wird zu rechter Zeit auf dem Platze sepn. Die Trauunggeschieht in einem Zimmer des Gasthauses. Du schickstauf den Abend deinen Wagen an die Feldpforte des Roth-steiner Gartens, wo er eine Stunde vor Mitternacht be-reit stehen muß. Die Braut nimmt mit ihrer Kammer-jnngfer darin Platz und fährt gerades Weges nach Fich-tenhain. Du aber reitest, um alles Aufsehen zu vermeiden,gleich von hier aus dahin und erwartest sie im Gasthofe."

Mit offnem Munde, vcrgebogenen Knien und gefaltetenHänden hörte der zagende Bräutigam diese Vorschriftenan und brachte sie, weil er seinem Gedächtnisse nicht traute,mit zitternder Feder zu Papier. Indessen eilte Schnäblerschon wieder fort nach Rothstein, um die richtige Bestel-lung des Bräutigams und des Wagens dem Fräulein zumelden.

Herr von Hopfenberg kam mit seinem vertrauten Leib-jäger nach Mitternacht in Fichtenhain an und begab sichins Zimmer, wo die Trauung geschehen sollte. Hier fander schon den Pfarrer, der sich mit Punsch und Tabak dieZeit vertrieb, und ihn, nach schnell gemachter Bekanntschaft,