kalt und mürrisch zum Diener: „Ich muß danken; doch— ich will mich besinnen. Indessen meinen Empfehl!"
Er stellte sich ein, und zwar zu Wagen, um sich nichtwegen seiner elenden Reiterei wieder ausschelten zu lassen.Die ganze Familie empfing ihn freundlich; er aber beflißsich einer ernsthaften, steifen, vornehm thucuden Höflichkeit,war besonders gegen Rvsalicn äußerst wortkarg, und aßbei Tische sein Brod mit Sünden, weil er wie ein Oel-götze da saß und nichts zur Unterhaltung beitrug, alshöchstens ein Ja oder Nein. Gefragt, was ihm fehle,schützte er Kopfschmerzen vor; doch Trank und Speiseschmeckten dem Kranken.
Nach Tische nahm er seinen Hut. „Wohin wollen Sie?"fragte der Oberste. „In den Garten, um frische Luft zuschöpfen;" gab er zur Antwort. Allein er wollte durchseine Absonderung von der Gesellschaft blos Kaltsinn gegenRvsalicn zeigen. Man ließ ihn gehen. Er wandelte inden Schattengängen auf und ab, und sagte sich Schmei-cheleien, daß er heute seine Sachen vortrefflich mache.
Bald darauf erschien Rosalie im Garten, ging mit ge-senkten Augen vor sich hin, und schlug eineu Weg ein, dersie ihm entgegenführte. „Ha, es wirkt!" sprach er freu-dig iu seinem Herzen und pfiff ein Liedchen, indem er ihrauswich. Sie seufzte tief.
Beide setzten ihren Spaziergang fort. Rosalie bemühtesich auf eine anständige Weise, ihm zu begegnen; er hin-gegen strebte ganz unvcrholen, sie zu vermeiden. Endlichtrieb sic, mit den Windungen des Gartens bekannt, denspröden Flüchtling in eine Art von Sack, wo er nicht her-aus konnte, wenn er nicht wie ein Eichhorn die franzö-sischen Hcckenwände Hinanlaufen wollte. Er maß wirklichauch schon die Höhe mit den Augen und machte mit Hand